Erste Radonkarte von der Landesregierung Südtirol veröffentlicht

RADON

5/8/20241 min lesen

Abdichtung des Kellers oder des Erdgeschosses zum Schutz Ihrer Gesundheit

Die Landesregierung hat auf Vorschlag von Umwelt- und Raumentwicklungslandesrat Peter Brunner erstmals die Radonrisikogebiete in Südtirol festgelegt. Diese sind auf einer Karte dargestellt, welche auch auf der Website der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz einsehbar ist. Grundlage sind Messungen der vergangenen 20 Jahre, die die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz ausgewertet hatte. Die Einstufung folgt zudem einer EU-Vorgabe, der auch Südtirol nachkommen muss. Orte, an denen bestimmte Grenzwerte überschritten werden, gelten dabei als Risikogebiet.

Radon ist ein natürlich vorkommendes, radioaktives Gas, das aus dem Boden in Gebäude eindringen und sich besonders in Kellern und Erdgeschossen anreichern kann. Bei langfristig hohen Konzentrationen steigt das Risiko für Lungenkrebs deutlich, nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist Radon nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache. Die Einstufung der Gemeinden bedeutet aber nicht, dass sofort Gefahr besteht. "Die Radonkarte soll informieren. Die Karte zeigt, wo wir genauer hinschauen sollten. Für die Menschen heißt das vor allem: bewusst vorsorgen und einfache Maßnahmen setzen", betont Landesrat Brunner.

Der Direktor des Labors für Luftanalysen und Strahlenschutz Luca Verdi ergänzt: "Radon ist ein Edelgas und kann mit unseren Sinnesorganen nicht wahrgenommen werden. Daher sind Messungen notwendig und ratsam, um dessen Konzentration zu bestimmen. Somit erkennen wir, inwiefern und ob Handlungsbedarf besteht. Einfache Maßnahmen haben schon eine positive Wirkung: Lüften, kleine bauliche Anpassungen oder das Abdichten von Kellerräumen können die Werte deutlich senken."

Quelle des Beitrags und der Karte: 06.02.2026, Webseite Provinz Bozen, https://natur-raum.provinz.bz.it/de/news/landesregierung-legt-radonkarte-fur-sudtirol-fest-infos-und-vorsorge,